WEISSER RING stellte sich in der Polizeiinspektion Cham vor
Gute Kontakte brauchen Pflege. Daher begannen die fünf ehrenamtlichen Mitarbeiter der “neuen” WR-Außenstelle Cham mit ihrer Vorstellungsrunde bei der Polizeiinspektion in Cham, um die konstruktive Zusammenarbeit auch für die Zukunft zu gewährleisten. (Foto v. l. m. r.: Alfons Windmaißer, Ludwig Haas, Ramona Hapke, Siglinde Kastl, Klaus Kozuch, Hermann Gammer, Lothar Reiner)
Die Ehrenamtlichen werden in den kommenden Monaten noch andere Behörden und Polizeiinspektionen besuchen. „Wir sind Partner“, schlussfolgerte WR-Außenstellenleiter Klaus Kozuch und bezog sich dabei auf die direkte Hilfe für Opfer von Gewalt.
Kozuch bedankte sich eingangs bei dem Ersten Polizeihauptkommissar Ludwig Haas und seinem Stellvertreter Polizeihauptkommissar Alfons Windmaißer für die Möglichkeit des persönlichen Kennenlernens und stellte die Mitarbeiter der Chamer Außenstelle vor.
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Er erläuterte bei der Vorstellung von Siglinde Kastl, die sich derzeit in der praktischen Einarbeitungsphase befindet, welche Voraussetzungen ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des WEISSEN RINGS mitbringen sollte: u. a. Einfühlungsvermögen, Toleranz, Zuwendungsfähigkeit, Organisationsvermögen, Erreichbarkeit, geordnete Lebensverhältnisse, keine Nähe zu extremistischen Gruppierungen. Kastl habe ihre Gemeinwohlorientierung bei einem ersten Opfergespräch bereits unter Beweis gestellt, freute sich Kozuch.
Haas brachte zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit mit dem WEISSEN RING von großem Vorteil auch für die Polizei sei.
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Angesprochen auf das Thema Zivilcourage stellte er fest: Es müsse jemand da sein, der die Initiative ergreift, vor allem verbal.
Hier erzählt er über den Inhalt einer Veranstaltung zum Thema:
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Prävention von Kriminalität ist ein erklärtes Ziel des WEISSEN RINGES, ebenso der Polizei. Leider kämen Menschen, die dies beträfe, nicht zu öffentlichen Veranstaltungen, beklagte Windmaißer.
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Klaus Kozuch betreute seit April 2010 insgesamt elf Opfer. Er habe dafür mehr Geld ausgegeben als die Außenstelle an Einnahmen verzeichnet. Um helfen zu können, benötige der WEISSE RING Einnahmen. Sie kämen durch Spenden, die Zuweisung von Geldbußen durch Gerichte, Mitgliederbeiträge und Nachlässe zustande. Kozuch richtete deshalb seinen Appell an die Adresse der Bürger im Landkreis, den WEISSEN RING zu unterstützen und wünschte sich insbesondere weitere ehrenamtliche Helfer.
Wie dringend Hilfe ist, belegte Polizeihauptkommissar Windmaißer anhand von Zahlen: Vier- bis fünftausend polizeiliche Kriminalstatistikfälle gebe es im Landkreis Cham pro Jahr. Im Jahr 2010 (Stand Oktober) wurden rund 3700 Fälle registriert, dies sei im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um rund zwei Prozent.
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Alkohol sei sehr häufig die Ursache für Gewalttaten, ergänzte Haas.
Klaus Kozuch merkte dazu an, dass es vor allem die nicht angezeigten Straftaten seien, die dem WEISSEN RING Sorgen bereiteten. Die gemeinnützige Organisation könne helfen, die „Nachbeben“ einer Gewalttat zu mildern.
Daher an dieser Stelle die Rufnummer, an die sich Betroffene im Landkreis Cham wenden können: Telefon: 0151/55164641.