ERP zum Frühstück
Den Geschmack der 22 Teilnehmer hatte der Organisator des IT-Frühstücks, Dr. Markus Mohr (ManaThea GmbH), heute früh in zweierlei Hinsicht getroffen: das Thema ERP-Systeme und das Frühstück à la carte im Regensburger Restaurant Vitus. Häppchenweise servierten er und Referent Stephan Matthias Warreyn (Innopact GmbH Regensburg) Grundlagen von sowie Erfahrungen mit ERP-Systemen.
Das eigentlich sehr umfassende Thema musste auf wichtige Kernpunkte bei der Umstellung auf und die Arbeit mit ERP-Systemen beschränkt werden. Erwähnung fanden auch die Einbeziehung der Mitarbeiter sowie Kostenfragen. Der Kaffee zeigte Wirkung: Aufgeweckt diskutierten zahlreiche Experten während und nach den Vorträgen relevante Aspekte von ERP-Systemen.
Als ERP-Neuling war ich eher der aufmerksame Zuhörer, entdecke aber bald einige Ähnlichkeiten mit der PR-Arbeit:
Bei der Einführung eines ERP-Systems sei es wichtig, sich Zeit für die Planung und die Auswahl des für die betriebsinternen Prozesse passenden Systems zu nehmen. Auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit können Kunden nur gute Ergebnisse erwarten, wenn sie mit ihrer Agentur mögliche Szenarien durchspielen, Fakten auf den Tisch legen, eine langfristige (hier: Image-)Wartung vereinbaren.
Was in der internen PR richtig ist, gilt auch für ERP-Systeme: Prozesse müssen zusammenarbeiten, wobei in der PR die Zusammenarbeit von Menschen gemeint ist. Unternehmenskultur spielt in beiden Bereichen eine wichtige Rolle. Und: Man muss Probleme thematisieren, um sie angehen zu können (siehe dazu Issue Management).
Ein mächtiges, teures ERP-System passe eher nicht zu einer kleinen Firma mit überschaubaren Prozessen. Genauso wenig macht es für international tätige, sehr große Firmen Sinn, eine kleine (1-Frau)-Agentur zu beauftragen, auch wenn sie für komplexe Aufgabenstellungen ihr Netzwerk mit einbezieht.
Mit einer Aussage eines Teilnehmers gehe ich konform: “Billiger ist meist teurer!” Wer sich Gedanken über die Integration eines ERP-Systems macht, sollte einen erfahrenen Berater hinzuziehen. Er hat sich in jahrelanger Klein- und Projektarbeit das Know-how erworben, das Unternehmen zum Erfolg führt.
Ich wünsche allen, die die Einführung eines ERP-Systems gerade planen, einen guten Fachmann an ihrer Seite!