Digitale Bilderrahmen
Für Sie getestet: Philips PhotoFrame SPH8008
Der schwarze Bilderrahmen SPH8008 (wahlweise die Variante SPH8208 in Weiß) sieht nicht nur edel aus. Er entspricht auch mit seinem Innnenleben, beispielsweise mit Schnittstellen für verschiedene Speicherkarten, USB sowie Bluetooth und einem internen Speichervolumen von 1 GB gehobenen Ansprüchen.
Darstellung
Für Käufer sollte eine Auflösung von 800 x 600 Pixel ein wichtiges Kaufkriterium sein. Auf dem acht-Zoll-Display werden Fotos im 4:3-Format dargestellt.
Alle digitalen Fotorahmen von Philips haben mindestens eine Auflösung von 800×600 Pixeln. Das LCD-Display zeigt Bilder kontrastreich an, die Farben wirken kräftig und natürlich. Allein aus technischen Daten lässt sich nicht ableiten, ob ein digitaler Rahmen den eigenen Ansprüchen genügt. Einen optischen Eindruck gewinnt der Nutzer durch Anschauen und Ausprobieren. Fotos mit niedriger Auflösung, beispielweise mit 72dpi Webqualität, werden durch einen digitalen Bilderrahmen nicht besser, das sollten Nutzer bedenken. “Je größer das Bild, desto schärfer wird es in der Regel dargestellt”, beurteilt Tobias Streichan von turbographics die Situation.
Hier einmal ein paar Beispiele (am Monitor sind die Unterschiede nicht erkennbar), wobei das beste Ergebnis mit der höchsten Auflösung und dem größten Bild erzielt wurde, 72 dpi waren unzureichend:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Unterschiedliche Anzeige-Modi des SPH8008 erlauben eine individuelle Anpassung der Foto-Show. Beim Schauen aus einem seitlichen Blickwinkel bleibt die Anzeige deutlich. Dank der automatischen Ausrichtung können Fotos sowohl im Hoch- als auch im Querformat angezeigt werden. Einfach Bilderrahmen drehen, das Bild dreht sich mit!
Bedienung
Die Bedienung über Sensor-Elemente ist einfach und mit ein wenig Übung intuitiv realisierbar. Die gesamt Steuerung kann über die Bedienelemente erfolgen. Eine Kurzreferenz ist dem Gerät in Papierform beigefügt.
Datenübertragung
Daten zwischen PC und Rahmen werden über das mitgelieferte USB-Kabel ausgetauscht.
![]()
Ein leidiges Problem wird auch hier offenkundig: USB-Kabel anderer Geräte passen nicht, so dass der Nutzer seine “Sammlung” mit einem weiteren Kabel bestücken muss.
Für das Überspielen und Verwalten der Daten empfiehlt sich die mitgelieferte Sofware. Damit werden Dateien schneller und übersichtlicher übertragen und verwaltet. Zudem erlaubt eine integrierte Bildbearbeitung mit kleinem Funktionsumfang das rasche Bearbeiten der Fotos.
Die Installation der Software dauert etwa 2 Minuten. Das Programm ist intuitiv zu bedienen. Optionen des Rahmens selbst sind über die Software nicht konfigurierbar, sondern nur über die Bedienelemente am Gerät.
Per Klick kann der Nutzer die Software per eingebauter Updatefunktion aktualieren. Nutzer, die das Gerät bei Philips registrieren lassen, werden auf Firmenwebsite geleitet.
Warum der User bei der Registrieung sein Geburtsdatum angeben muss, erschließt sich mir nicht.
Es ist auch möglich, ohne Software über den Windows-Explorer zu arbeiten. Windows erkennt den Bilderrahmen als externes Medium. Per Drag & Drop lassen sich Dateien ganz einfach zwischen PC und Rahmen verschieben, kopieren bzw. löschen.
Hilfe
Über eine Hilfe-Datei im Format PFD erfährt der Nutzer ausführlich Schritt für Schritt, wie er Daten hochlädt und verwaltet. Die Screenshots wurden der englischsprachigen Version entnommen; entsprechend sind die Bezeichnungen für die Menüpunkte auf Englisch, was das Verständnis kaum beeinträchtigt. Die Verlinkung innerhalb der PDF-Datei funktioniert nur aus der Suchergebnisseite heraus.
Hilfedateien werden vom Hersteller in den Sprachen Arabisch, Tschechisch, Dänisch/Norwegisch, Niederländisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Italienisch, Malayisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch, Spanisch, Schwedisch, Chinesisch (traditionell) und Türkisch angeboten.
Fazit
Multimedia-Wiedergabe und Bluetooth sind entscheidende Preiskriterien für das 199 Euro (UVP) teure Gerät. Günstigere Modelle am Markt verfügen nicht über diese und weitere Funktionen bzw. Zubehör des PhotoFrames von Philips, wie Kalender, Uhrzeitanzeige, Akku (zwei Stunden Betriebsdauer) und Themenhintergründe. Der
Philips PhotoFrame SPH8008 punktet vor allem mit einer brillanten Wiedergabe.
Wie Stiftung Warentest urteilt
![]()
Seit dem 20. November 2009 ist es “raus”: Beste Bilderrahmen im Test der Stiftung Warentest sind der Philips SPH8008 sowie der wesentlich günstigere Transcend PF730B. Sie erhielten jeweils sehr gute Noten im Sehtest. Die Ergebnisse erhärten die Aussage, dass eine Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten (bzw. 800 mal 480 für den 7-Zoll-Rahmen) für ein optimales Sehrerlebnis schon sein sollte.
Schlusslichter im Test sind die Rahmen Sony DPF E72N, Brown DigiFrame 7700, Typhoon 7″ Photo Frame und der Hama 7″ Digital Photo Frame mit der Note “ausreichend”.
Business
Darstellung und Bedienung machen den Philips PhotoFrame SPH8008 businesstauglich. Im Hinblick auf firmeninterne Vernetzung und Web2.0 rate ich für die geschäftliche Nutzung zu anderen Geräten mit drahtlosem Foto-Streaming, die beispielsweise Fotos über GMail, Facebook, Picasa oder Flickr empfangen. Fotos werden nicht mehr auf dem PhotoFrame gespeichert, sondern vom Computer oder aus dem Internet an den digitalen Bilderrahmen übertragen.
Geräte, die soetwas leisten, sind beispielsweise der Philips PhotoFrame 8FF3WMI und der WPF-288 von eStarling.
—–
Informieren, anschauen, kaufen – in dieser Reihenfolge könnte es mit dem “richtigen” digitalen Fotorahmen klappen.
—–






[...] digitaler Bilderrahmen nahm ich zum Anlass, einen ausführlichen Bericht mit eigenen Tests im Media-Magazin zu [...]