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Der All-inclusive-Button ist da

Das Empfehlen von Webinhalten erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist aus Sicht von Marketern wohl auch recht erfolgreich, denn Empfehlungen glaubt man/frau nun einmal eher als irgendwelchen Werbeversprechungen. Weiterempfehlen und Meinungen mit anderen teilen – nichts leichter als das mit dem neuen Spreadly-Button. Er managt die Verteilung von Inhalten gleich an mehrere Netzwerke. Deshalb wird der Button von seinem Erfinder-Vater ekaabo GmbH wohl auch als innovativer Social-Sharing-Button bezeichnet (Oh, wieder ein Anglizismus für mein Glossar).

Er ist ein richtiger Vielkönner, denn er postet Inhalte gleichzeitig bei Facebook, Twitter, LinkedIn und Google Buzz, weitere Netzwerke kann der Nutzer hinzufügen. UND: Er gibt Feedback! Das unterscheidet ihn von anderen Sharing-Diensten, von denen es ja bereits viele gibt.
Spread.ly analysiert, wo was von wem warum gesharet wird und welche Klickbackraten entstehen. “Spread.ly gibt Antworten auf diese Fragen”, erklärt Marco Ripanti, Geschäftsführer der ekaabo GmbH, der Spread.ly im März gelauncht hat.

In nur drei Schritten wird der Button eingebaut. Dazu müssen sich User nicht registrieren. Um Usern den Einbau zu erleichtern, verlinkt Spread.ly auf bekannte Systeme, wie Joomla, TYPO3, Drupal, WordPress und andere, wo Nutzer dann auch gleich das passende Plugin finden.

Erst wenn Nutzer die Analysefunktion bzw. “Deals” nutzen möchten, ist eine Registrierung erforderlich. Webseitenbetreiber “erhalten [anonymisierte] Informationen, wer in welches Netzwerk Inhalte geteilt hat, wie viele Kontakte aus den jeweiligen Netzwerken die Inhalte gesehen und auch wie viele Nutzer auf Grund dieser Empfehlungen tatsächlich auf den Link geklickt haben.”

“Zusätzlich bietet der Button die Möglichkeit, für einen selbst definierten Zeitraum eigene „Deals“ zu kreieren. Auf diese Weise können Seitenbetreiber die User für ihre Empfehlungen mit individuellen Rabatten, Gutscheinen und anderen Vorteilen belohnen.”

“Deals” als Marketingtool werden ab einer sehr hohen Zugriffsrate unter Umständen kostenpflichtig, erklärt die Kommunikationsbeauftrage Miriam Godau gegenüber Hapke Media. Das Unternehmen ekaabo GmbH wird diese Option in nächster Zeit sicher kommunizieren.

Die Einbindung des Buttons ist beinahe selbsterklärend, beim Anlegen von Deals dürften Nutzer eine Hilfefunktion bzw. FAQ vermissen. Hier muss meiner Ansicht nach nachgebessert werden. Denn: Gerade die Kopplung an das Marketing wird dem Button zu mehr Popularität verhelfen. Da sollten keine Fragen offen bleiben.

Einige Meldungen werden in englischer Sprache ausgegeben, für Webmaster eigentlich keine Hürde. Bei den Datumsangaben im Format “2011-04-114 10:34:32″ könnten sie aber schnell einmal etwas übersehen. Die Nutzung des eingeblendeten Kalenders schafft Abhilfe.

Rechtlich gesehen gab es ja in jüngster Vergangenheit juristische Kampeleien wegen Facebooks Like-Button. Darauf angesprochen versichert Godau: “Bei uns werden keine IP-Adressen gespeichert.” Abmahnungen dürften für Webseitenbetreiber also durch die Implementierung des Buttons von Spreadly nicht im Raum stehen.

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